Urbansinn


DAS ZWEITE THEMA – URBANSINN – GroßstadtNEUrotik im Metropolenmassiv
Feb-Mär 2009

Das Metropolenmassiv

Das Metropolenmassiv, im Herzen von FITTING FORWARD, besteht aus Anonymität, An- und Normalität, Identitätslust und –verlust. Die Farbwelt von buntgrau bis asphaltneon ballt sich im sortierten Chaos an den Wänden, Skyscraper und Passanten geben sich wankelmütig laut, mal dezent vorlaut und oftmals aufdringlich leise. Warnzeichen, von rätselhaft bis technisch, blockieren Durchgänge und schockieren Straßenecken.

Dieses Designszenario rast durch Betonwände und überwacht und überrascht mit modischem Urbansinn. Ignoriert Farbampeln, bremst bei absurder Avantgarde und überfährt und markiert großstädtische Designklischees. FITTING FORWARD als Metropolenmassiv, als Laboratorium der Moderne ist ein Ort für NEUrotische Stadtnormaden und masochistische Massenhasser. Kompensation durch Konsum, Vielfalt, Angebot, Hier ist was los, alles NEU, multifunktionell und multikulturell, schnelllebig und leichtfüßig, kalte Wärme und warme Kälte, Verdichtung von Interessensgemeinschaften und Ballungsgebiete der Beschleunigung. Der Urbansinn!

Die NEUrotischen Stadtplaner

von FITTING FORWARD, Bitten Stetter und Jutta Südbeck, die im zweimonatigen Rhythmus in der Raum-in-Raum–Installation von Arne Klaskala, aufbauend auf dem Konzept von FITTING TALES, vorlaut und dreist Themenwelten zum Leben erwecken. NEUrotisch machen die Beiden Unsichtbares sichtbar und Ungesehenes sehenswert.  Sie anonymisieren Persönliches und personifizieren Anonymes. Sie zeigen was sie zum Anhalten treibt bei täglichen Irr- und Ur-Bahn-Fahrten durch den Großstadtstau. Mal treffen sie Urbanisten die durch Betonwände rasen, mal überqueren sie radikal Stil- und Geschmackskreuzungen – doch aufgepasst, sie steigen ausschließlich in die Eisen wenn ihnen Unerwartetes begegnet. Mit ihrem Spür- und Urbansinn belästigen und betören sie mit geballtem Gestaltungslärm Passanten und lassen es im Metropolendesignmassiv ordentlich krachen. Es ist ein Aufruf zum modischen Amoklauf!

Die urbansinnigen Bewohner

die das Metroplenmassiv aus allen Blickwinkeln beleuchten und überwachen sind: Skyward – Göteburg bewegt sich in Fluchten, Starstyling – Berlin reflektiert im Chaos, Majaco – Berlin windet sich durch Stadtstoffbahnen, ThomasE. creations – Amsterdam verschließt sich ein und aus, Boessert.Schorn – Berlin verflechtet sich im Grossstadtdickicht, vonWedel&Tiedeken – Berlin strickt Ordnung ins Gewirr und Butterflysoulfire – Berlin „karo-isiert“ und zeigt Verknöpfungen auf. Bernadette Deddens – London legt Stadtprofile Passanten um den Hals. Vlad Nanca – Bukarest bringt geballte Überwachung und Faltplatte – Berlin knickt mal links und mal recht ab. Währendessen trifft Prodotyp – Berlin auf mobilen Lösungen, die einem um den Hals hängen. Vibe Haersloef – Dänemark und Peter Müller – Zürich kneifen derweilen metropolentolerant gerne mal ein Auge zu, denn Formfieber – Kassel bringt Schliff in das Massiv. Parallel schneidet Bitten Stetter – Hamburg Ballungsgebiete und Stilkreuzungen während Jutta Südbeck – Berlin, gleich um die Ecke, Verdichtungen verkabelt, bevor sie textile Plakatwände überklebt.

Ein Stockwerk drüber geometrisiert lauthals Odeur – Stockholm die Tragbarkeit und Anna Marschke – Hamburg greift der Konsumhilfe in die Tasche. Concrete Hermit – London nimmt städtebauliche Maßnahmen vor und gegenüber hat Linda Kostowski – Berlin schon die Uhr verstellt unabhängig von Lara Torres – Portugal die Ihre Zeit archiviert und über allem okkupiert Katja Musenberg – Hamburg mit Geschwindigkeit und Ordnung das Chaos in dem hochglanz-lackierten Kurzzeit-Metropolenmassiv von Arne Klaskala.

THE SECOND THEME – UrbanInsanity – the neurotic metropolis-massif
Anonymity, Abnormality and Normality, Identity-lust and -loss is the current city-map for FITTING FORWARD. Being haunted we are following our urban odyssey through the metropolis-traffic-jam.
This design-scenario dashes through concrete walls, hides in remote tunnels, crosses urban style-junctions, ignores colour-lights, brakes for avant-garde and knocks over all design-stereotypes.
FITTING FORWARD as as a laboratory of modernity. A place of compression and speeding-up.
Disguise-costumes, urban camouflage or luminous colour battles.
This is our call for a fashionable rampage.

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